Eine Familie gibt alles für ihren Verein

Frickenhausen ist ein kleiner Ortsteil von Mellrichstadt in der Rhön. Das Dorfleben ohne den Schützenverein wäre undenkbar. Doch ohne Familie Heim/Hiesel würde es diesen Verein nicht mehr geben.
Der 1. Schützenmeister Matthias Guck ist sich sicher: „Ohne die Unterstützung der Familie wäre der Verein zusammengebrochen.“ 1926 wurde der SV Frickenhausen gegründet, seit 35 Jahren prägt die Familie das Vereinsleben entscheidend mit. „Ich brauche nur anzurufen, und alle sechs sind sofort bereit zu helfen“, erzählt Matthias Guck. Walter Heim begann 1976 mit dem Schießsport. Jährlich nimmt er an den Rundenwettkämpfen und den Meisterschaften teil. Neben seinem sportlichen Engagement übernimmt er den Einkauf für alle Vereinsveranstaltungen und kümmert sich auch noch um den Aufbau.
21 Jahre war er zudem Mitglied des Vorstands, davon 18 Jahre als 3. Schützenmeister.
Die Mutter der Kompanie
Ohne seine Frau Heike bleibt bei den Vereinsveranstaltungen die Küche kalt. Sie ist 2. Schützenmeisterin und Vereinsköchin, zuständig für die komplette Planung, Bewirtung bei allen Vereinsveranstaltungen. Und das bei mehr als 40 Veranstaltungen jährlich wie Geburtstagsfeiern, Hochzeiten oder Taufen. Da kommen schon mal mehr als 200 Personen zusammen, doch Heike Heim hat die Gastronomie im Griff.
Sportleiter und Sportschütze
Sohn Christian ist als Sportleiter und aktiver Sportschütze aus dem Vereinsleben nicht wegzudenken. Er ist für alle sportlichen Belange wie Meldungen und Planungen der Rundenwettkämpfe und Meisterschaften verantwortlich. Er ist sich aber auch nicht zu schade, bei anfallenden Reparaturen an Schießständen oder am Vereinsheim Hand anzulegen.
Schriftführerin und Aushängeschild
Seine Schwester Linda führt das Protokoll. Als Schriftführerin bringt sie die Einladungen sowie die persönlichen Anschreiben an die Vereinsmitglieder zu Papier. Bei den Vereinsveranstaltungen assistiert sie zudem ihrer Mutter Heike am Herd. Und bei den sportlichen Wettkämpfen ist sie das Aushängeschild der Jugendarbeit des Vereins: In vier verschiedenen Disziplinen nimmt sie regelmäßig an den Bayerischen Meisterschaften der Schützen teil.
Die gute Seele des Vereins
Der Cousin von Walter Heim heißt Georg Hiesel und ist seit 1981 im Vorstand. Er begann als 2. Schützenmeister und wurde 1984 bereits 1. Schützenmeister. Seit 2008 stellt er sich als Beisitzer zur Verfügung. „Ohne Georg wäre der Neubau des Schützenvereins von 1990 bis 1992 nicht möglich gewesen“, sagt Matthias Guck. In diesen Jahren wurde das Vereinsheim komplett neu gebaut. Immer dabei: Georg Hiesel. Auch heute noch repariert er defekte Stühle und streicht die Fensterrahmen. Seine Frau Walburga steht seit mehr als 30 Jahren bei den Veranstaltungen im Vereinsheim als Köchin am Herd. Durch die Bewirtung finanziert sich das Vereinsheim – ohne Walburga Hiesel unmöglich. „Sie ist die gute Seele des Vereins“, lobt der 1. Schützenmeister. „Sie kümmert sich sehr vorbildlich um die Sauberkeit des Vereinsheims.“
Der schönste Lohn
Durch ihre gemeinsame Tätigkeit erlebt die Familie eine gehörige Portion Zusammenhalt. Ihr Engagement wird ihr nicht nur in dem kleinen Ort Frickenhausen hoch angerechnet. Die Wertschätzung aller Vereinsmitglieder für ihre Aufopferung für den Verein ist der schönste Lohn für die gesamte Familie.







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