Einsatz für Menschen mit geistiger Behinderung

Patrick Brehmer ist nicht nur auf den Skis und beim Schwimmen, sondern auch mit dem Kart schnell unterwegs – obwohl er das Down-Syndrom hat. Seine Familie unterstützt ihn dabei und baut zudem im bayerischen Olching das Sportangebot für Menschen mit geistiger Behinderung weiter aus.
Ob Sommer, ob Winter: Patrick Brehmer ist zu jeder Jahreszeit im Sport unterwegs. Er startet für den „Kreis Eltern behinderter Kinder Olching“, einen Verein mit 324 Mitgliedern. Zudem engagiert sich der 1977 geborene Sportler als Athletensprecher für Special Olympics Bayern. Bei seinem Sport kann er sich ganz auf seine Familie verlassen, denn Familie Brehmer/Schlammerl bringt sich seit mehr als drei Generationen im Vorstand, als Übungsleiter und als sportlich Aktive in das Vereinsleben ein.
Die Familie macht den Weg frei
Wenn Patrick Brehmer bei den Special Olympics bei Ski- oder Schwimmwettbewerben an den Start geht, dann macht seine Familie den Weg frei. Seine Schwester Manuela engagiert sich als erste Vorsitzende des Vereins Kreis Eltern behinderter Kinder Olching e.V.und hilft bei den Übungsstunden. Vater Horst, geboren 1936, ist Ehrenvorsitzender und leitet die Delegationen bei Wettbewerbsteilnahmen. Mutter Anna ist Helferin, und als „Organisatorin vom Dienst“ sorgt sie dafür, dass alles glatt läuft. Die Schlammerls mit Nichte Angelika, deren Mann Leonhard, Großneffe Max und Großnichte Katharina betreuen die Athleten beim Kart-Training und kümmern sich um die Pflege der Karts. Sie organisieren Wettbewerbe, betreuen Athleten auch über mehrere Tage, sammeln Spenden und übernehmen die Öffentlichkeitsarbeit.
Sportliches Angebot maßgeblich ausgebaut
Das sportliche Angebot des Vereins reduziert sich aber nicht auf das Kartfahren: Schwimmen, Fußball, Boccia, Skialpin und Leichtathletik können von Menschen mit geistiger Behinderung intensiv ausgeübt werden. Die Familie Brehmer war maßgeblich an dem Aufbau dieses Angebot des Vereins beteiligt – und das seit mittlerweile 30 Jahren. Darüber hinaus sorgt sie dafür, dass die Athleten an regionalen, nationalen und internationalen Special-Olympics-Wettbewerben teilnehmen können.
Aus dem Engagement gewinnen
Die Mitglieder der Familie gewinnen dabei jedes Mal selbst etwas hinzu. „Sie ziehen aus ihrem Engagement ein größeres Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein, weil der Athlet als sportlicher Mensch und nicht nur als Mensch mit Behinderung wahrgenommen wird“, beschreibt der Verein die Motivation der Familie. Der Verein gewinnt ebenfalls: „Durch die Arbeit im Sportverein wurde das Thema „Sport für Menschen mit Behinderung“ und dessen Bedeutung für Menschen mit Behinderung öffentlich gemacht. Die Vereinsarbeit, speziell die Arbeit der Familien Brehmer und Schlammerl, ist im Einzugsbereich des Vereins außerordentlich anerkannt.“
Athleten erfahren größere Anerkennung
Das Engagement der Familie ist mit einem großen Zeitaufwand verbunden und außerordentlich vielfältig. Aber es lohnt sich. Durch den Einsatz wurde auch die Entwicklung und Regionalisierung der Special Olympics maßgeblich vorangetrieben. Der Bekanntheitsgrad der Veranstaltungen nimmt immer mehr zu und der Sport für Menschen mit geistiger Behinderung erfährt so eine viel größere Anerkennung.







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