Handball und noch viel mehr

Ein Leben ohne Handball? Für die Familie Wöhler/Pröhl ist das kaum vorstellbar. Doch ihr sportliches und ehrenamtliches Engagement geht weit über den Handball hinaus.
Das Besondere an der Familie ist ihre Kontinuität. Karl und Monika Wöhler betreiben seit 50 Jahren nicht nur selbst Sport, sondern übernehmen ebenso langfristig auch ehrenamtliche Aufgaben. Monika Wöhler ist heute Mitglied im erweiterten Präsidium des Deutschen Handballbundes und Präsidentin des Bremer Handballverbandes. Ihrem Verein TS Woltmershausen hält sie trotz dieser Aufgaben die Treue: als 2. Abteilungsleiterin Handball und als Schriftführerin. Ihre sportliche Bilanz kann sich ebenfalls sehen lassen. Als Korbballspielerin gewann sie zwischen 1965 und 1972 sogar fünfmal die Deutsche Meisterschaft. Mit der Handballmannschaft des TS Woltmershausen spielte sie in der Verbandsliga. Seit 1974 ist sie in den vielfältigsten Funktionen für den Sport im Einsatz.
Der Mann für alles
Ihr Gatte Karl Wöhler begann 1946 als Schwimmer, turnte zwischenzeitlich und war als Faust-, Prell- und Handballer aktiv. Der Vielfalt nicht genug: Als 70-Jähriger begann er 2009 im Fun-Bereich des TS Woltmershausen mit dem Tischtennis. Über sein ehrenamtliches Engagement könnte man ein Buch schreiben. Fast 20 Jahre lang organisierte er den Handballspielbetrieb, war maßgeblich am Bau des Vereinsheims beteiligt, organisierte Sportaustauschfahrten und ist ansonsten der Mann für alles – auch ohne offizielle Funktion. Ob als Schiedsrichter oder als Bote bei Verteilerdiensten ist sich Karl Wöhler für nichts zu schade.
Im Schiedsgericht bei den „Special Olympics 2010“
Die sportliche Begeisterung übertrug sich auf die folgenden beiden Generationen. Tochter Kirsten Pröhl ging bereits mit sechs Jahren auf Torejagd beim Handball, nachdem sie vorher schon beim Korbball erste sportliche Erfahrungen gesammelt hatte. Im Handball kam sie bis in die Oberliga, seit 2009 betreibt sie nun Fitness beim TSV Grolland. Auch sie kann schon auf zahllose Ehrenämter zurückblicken. Derzeit ist sie als Übungsleiterin für Handball und in mehreren Sport- und Spielegruppen unterwegs. Seit 2011 bekleidet sie das Amt der Mini-Handball-Beauftragten des Bremer Handballverbandes. Ähnlich wie ihr Vater übernimmt sie jede Aufgabe, für die gerade jemand benötigt wird. So saß sie bei den „Special Olympics 2010“ in Bremen im Schiedsgericht, wäscht aber auch die Trikots nach Spielschluss.
Training und Fortbildung
Mit im Schiedsgericht saß Ehegatte Detlev Pröhl. Seine sportliche Karriere begann als Turner beim TuS Walle. 1974 entdeckte er den Handball für sich und spielte bis 1995. 1981 betreute er erstmals eine Jugendmannschaft und trainiert derzeit die männliche E-Jugend des TS Woltmershausen. Als Kassenwart der Handballabteilung hat er die Finanzen im Griff. Insbesondere bei der Trainingsgestaltung und bei der Trainerfortbildung übernimmt er Verantwortung.
Eine sportbegeisterte Familie
Als Betreuer der E-Jugend hat sein Sohn Tilman ebenfalls schon ehrenamtliche Aufgaben übernommen und steht seinem Vater bei der Mannschaft hilfreich zur Seite. Tilman spielt selbst in der männlichen B-Jugend des ATSV Habenhausen in der Oberliga, nachdem er als Kind auch schon Turnen, Jiu-Jitsu und Fußball ausprobiert hat. Sein jüngerer Bruder Hendrik schwimmt zurzeit beim TSV Grolland und war ebenfalls schon beim Turnen und Jiu-Jitsu aktiv. Der jüngste Sohn Magnus hat nach seiner ersten Zeit beim Turnen seinerseits den Handball für sich entdeckt.
„Mit Gleichgesinnten etwas auf die Beine zu stellen, das bringt der Familie Freude und Antrieb für eine gemeinsame abwechslungsreiche Freizeitgestaltung“, beschreibt Wolfgang Opitz, Abteilungsleiter Handball beim TS Woltmershausen, eine sportbegeisterte Familie.







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