Beide Eltern Spitzensportler

Aurelio Kaan hat es gut: Sein Papa ist schon mal Weltmeister geworden, seine Mama Europameisterin. Und dann auch noch im Taekwondo. Der Sohn von Daniel und Sümeyye Manz muss sich vor nichts fürchten.

Das können nicht viele Kinder von sich behaupten, dass beide Eltern Spitzensportler sind. Beide zählen zu den besten deutschen Taekwondo-Sportlern. Gemeinsam waren sie als zwei von nur vier Wettkämpfern für die Olympischen Spiele in Peking qualifiziert, wo sich Daniel Manz bis auf den fünften Platz vorkämpfen konnte. Ein Jahr später kam der Sohn zur Welt, doch Sümeyye fand sehr schnell zum Spitzennivaeu zurück. Bei der WM 2011 kam sie auf den dritten Platz und hat nun sehr gute Chancen, sich erneut für die Olympischen Spiele zu qualifizieren. Daniel Manz erlitt aufgrund einer Verletzung einen Rückschlag, und der Militärweltmeister von 2010 wurde für das Olympia-Qualifikationsturnier im russischen Kasan nicht nominiert.

Der Sohn ist das Wichtigste

Obwohl das Leben als Spitzensportler durch das tägliche Training und häufiges Reisen zu Trainingslagern und Wettkämpfen bestimmt wird, verbringen beide Eltern so viel Zeit wie möglich mit ihrem Sohn. Trotz der Liebe zum Sport und ihren hochgesteckten Zielen ist ihr Sohn das Wichtigste für sie. Sie investieren viel Zeit und Arbeit in ihre Beziehung als Paar, um ihr Kind in einer liebevollen Familie aufwachsen zu lassen. Da Sümeyye und Daniel Manz beide Sportsoldaten sind, werden sie hauptsächlich durch die Bundeswehr unterstützt. Die ermöglicht es ihnen, Leistungssport auf Weltspitzen-Niveau zu betreiben und gleichzeitig den Lebensunterhalt für die Familie zu bestreiten.

Die Großeltern kümmern sich

Während die Eltern trainieren oder auf Lehrgängen sind und ihren Sohn nicht mitnehmen können, kümmern sich die Großeltern um Aurelio Kaan. Meist sind es die Eltern von Sümeyye in Nürnberg, manchmal auch die von Daniel Manz. „Ohne Großeltern ginge gar nichts. Früher hat es mir Spaß gemacht, im Ausland wegen der Turniere rumzureisen. Jetzt, wo ich Mutter bin, ist das anders. Den Kleinen dazulassen, so weit weg zu sein – das kostet Motivation“, erzählt die gebürtige Nürnbergerin. Ihr Vater hat selbst Taekwondo gemacht, ihre Mutter war Leichtathletin. Ihre drei Geschwister sind ebenfalls beim Taekwondo aktiv – genauso wie die Schwester von Daniel Manz.

„Der goldene König” ist manchmal dabei

Beim Training in ihrem Heimatverein TKD Özer in Nürnberg nimmt sie ihren Sohn auch schon mal mit und Kinder aus dem Verein spielen mit ihm. Manchmal trainiert Aurelio Kaan (deutsche Übersetzung:„Der goldene König“) auch schon ein bisschen mit. Und gelegentlich kann er auch mit zum Trainingslager – so wie bei der Vorbereitung zur WM 2011 in der Türkei.

 
 

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